Sexy, schwul & Co.

oder die Geschichte von der Evolution, Rät und Rab

Ein Lesetheater zur sexuellen Vielfalt.

Es kann doch nicht sein: In der Schule bespricht man das Geschlecht der Wortarten, aber über die verschiedenen Formen der Geschlechter bei den Menschen zu sprechen, wird tunlichst vermieden.

Vor ca. 40 Jahren hat unsere damalige Projektgruppe für die Einführung der Sexualerziehung in der Schule postuliert, dass schon im Kindergarten und der Unterstufe diese Themen spontan aufgegriffen und mit einem Angebot von Unterrichts-Bausteinen vertieft werden könnten. Heute ist es jedoch so, dass meistens erst in der 5. oder 6. Primarklasse zwei Personen von auswärts einige Stunden in die Klassen kommen und das Thema einbringen, während die Lehrperson in dieser Zeit ausserhalb des Schulzimmers weilen kann. Damit wird wieder unterschwellig zementiert, dass «es» ein spezielles Thema ist, das einer Sonderbehandlung bedarf.

Genau dies wollten wir aber damals vermeiden – reden über all das, was schlussendlich überhaupt ermöglicht, dass wir auf der Welt sind, soll so normal sein wie Bruchrechen oder die Deklination der Substantive mit männlich, weiblich und sächlich…

Heutzutage fordern viele Gruppierungen, zum Beispiel die Transmenschen oder Intersexuelle-, Schwulen- und Lesbenverbände, dass in der Schule die verschiedenen sexuellen Orientierungen Unterrichtsthema sein sollen. Aber – wie soll man entspannt darüber reden, wenn ja überhaupt kaum über Geschlechtliches gesprochen wird?

Mit der «Geschichte von der Evolution, Rät und Rab», die ich jetzt am Entwickeln bin, möchte ich die Möglichkeit bieten, mit Kindern über das Wunder zu reden, dass es verschiedene Geschlechter gibt. Am Anfang der Entstehung des Lebens auf der Erde gab es (und gibt es natürlich auch heute noch) nämlich zuerst die Bakterien und Eizeller, die alle nur ein Geschlecht haben.